Gesichtserkennungssoftware (FRS) ist ein biometrisches Tool, das künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) nutzt, um menschliche Gesichtsmerkmale zu scannen und daraus einen Code zu erstellen. Sie vergleicht diesen Code mit ihrer bestehenden Datenbank, um festzustellen, ob einer Person der Zugriff auf Informationen, Geräte oder Räumlichkeiten gewährt oder verweigert wird.
Die Technologie ist noch nicht ausgereift, hat sich aber so weit entwickelt, dass ihr Einsatz in Unternehmen zunimmt. Wir gehen auf ihre Vor- und Nachteile ein und stellen einige der besten Lösungen zur Gesichtserkennung vor.
Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Gesichtserkennung
Der Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie in betrieblichen Abläufen war bis zum vergangenen Jahrzehnt vor allem auf Strafverfolgungsbehörden beschränkt. Damals ermöglichten enorme Fortschritte bei KI und Deep Learning eine breitere Anwendung. Da Gesichtserkennungsalgorithmen laut einem NIST-Bericht aus dem Jahr 2021zuletzt im Durchschnitt eine Fehlerwahrscheinlichkeit von etwa 0,08 % aufwiesen, verglichen mit 4,1 % bei früheren Ergebnissen, ist die Vision dieser Technologie näher an ihrer Verwirklichung. Die Kombination aus Software Development Kits (SDKs) und Application Programming Interfaces (APIs) hat zudem zahlreiche Einsatzmöglichkeiten hervorgebracht.
Vor allem verspricht die Gesichtserkennungstechnologie erhebliche interne und externe Sicherheitsvorteile im täglichen Geschäftsbetrieb von Unternehmen und ist damit eine Schlüsseltechnologie für die passwortlose Authentifizierung. Für den Zugriff ist lediglich das Gesicht eines Mitarbeiters erforderlich. Konten lassen sich dadurch relativ einfach einrichten und Zugriffsebenen ändern – ohne den Aufwand und die Unsicherheit unsachgemäß gespeicherter Passwörter.
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Falsch-negative Ergebnisse, Deepfakes und weitere Bedenken
Die Daten zur Gesichtserkennungstechnologie deuten auf eine vielversprechende Zukunft für die Sicherheitsaspekte von Unternehmen hin. Es gibt jedoch einige beachtenswerte Bedenken. Eines davon ist die unzureichende Datensicherheit, die durch eine unsachgemäße Datenbereinigung, Datenspeicherung und Weitergabe von Daten im Internet entstehen kann. Dadurch können Personen dem böswilligen Missbrauch ihrer persönlichen Daten ausgesetzt werden.
Ein weiteres Problem sind falsch-negative Identifizierungsergebnisse, durch die der richtigen Person der Zugriff verweigert werden kann. Das ist eines der größten Probleme der Technologie. Da die Algorithmen jedoch immer besser darin werden, Menschen aller Ethnien zu identifizieren, werden sich die Zahlen weiter verbessern.
Eine weitere große Herausforderung für die aufkommende Technologie ist die offensichtliche Anfälligkeit einiger bekannter APIs zur Gesichtserkennung für Deepfakes, was den Einsatz der Technologie in besonders sensiblen Anwendungen einschränken kann – etwa in Umgebungen, in denen Deepfakes dazu verwendet werden könnten, sich unbefugten Zugriff zu verschaffen.
Dennoch bietet die FRS-Technologie, da die Einschränkungen von Passwörtern hinlänglich dokumentiert sind, zahlreiche vielversprechende Anwendungen für die Cybersicherheit, die mit der Weiterentwicklung der Technologie zunehmen werden.
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Worauf Sie bei Gesichtserkennungssoftware achten sollten
Trotz der Einschränkungen von Gesichtserkennungssoftware entwickelt sich die Technologie so weit, dass Unternehmen FRS-Anbieter wie AWS, Kairos AR, Megvil und andere zu Rate ziehen.
Achten Sie bei der Auswahl einer Gesichtserkennungssoftware darauf, dass sie in Ihrer Umgebung funktioniert, und testen Sie sie nach Möglichkeit. Weitere Merkmale, auf die Sie bei einem FRS-Produkt achten sollten, sind Skalierbarkeit, Anpassungsfähigkeit, Training und ein präziser Algorithmus.
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Amazon Rekognition
Amazon Rekognition genießt bei Behörden und anderen sicherheitsbewussten Anwendern einen guten Ruf.
Die Software Amazon Rekognition erkennt, analysiert und identifiziert Personen in Bildern und Videos. Mithilfe skalierbarer Deep-Learning-Technologie kann sie außerdem Objekte, Texte und Szenen erkennen und mit Tags versehen. Das wird dadurch erleichtert, dass keine besonderen Kenntnisse in ML oder verwandten Bereichen erforderlich sind.
Darüber hinaus verfügt die Gesichtserkennungstechnologie dank ihrer enormen Datenbank über einen präzisen Algorithmus. Damit kann Amazon Rekognition Gesichtserkennung, -analyse und -verifizierung für eine Vielzahl von Aufgaben durchführen, darunter die Erkennung von Benutzern, das Zählen von Personen und mehr.
Die Möglichkeit von Amazon Rekognition, persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu erkennen, hebt die Lösung von der Konkurrenz ab. Sie trägt nicht nur zur Sicherheit von Unternehmen bei, sondern kann auch die persönliche Sicherheit und das Risiko von Mitarbeitenden verwalten, indem sie diese auf die Bedeutung ihrer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) hinweist.
BioID
Multinationale Unternehmen können BioID in ihre Systeme integrieren. Dadurch steht ihnen ein biometrischer Authentifizierungsdienst zur Verfügung, der DSGVO-konform ist. Er kombiniert eine mit ISO/IEC 30107-3 konforme Lebenderkennung mit Gesichtserkennungstechnologie, um Gesichter, Augen und Fotos von Personen zu verifizieren. Dies hat sich als wirksam gegen böswillige Online-Aktivitäten erwiesen.
BioID bietet darüber hinaus Unternehmen wie Banken, Telekommunikationsanbietern und E-Commerce-Unternehmen Vorteile, die Gesichtserkennungstechnologie und Biometrie zur Durchführung von Know-Your-Customer- (KYC-)Programmen einsetzen. Der Kundensupport ist dank der umfangreichen Online-Dokumentation der APIs ebenfalls leistungsfähig genug, um Sie zu unterstützen.
Kairos
Mit diesem Software Development Kit bietet Kairos seinen Kunden die Möglichkeit, ein FRS in ihre Systeme zu integrieren, das einen schnelleren Verifizierungsprozess ermöglicht. Unternehmen können diese Gesichtserkennungstechnologie auch für eine gründlichere Authentifizierung einsetzen. Die Gesichtserkennungstechnologie von Kairos kann das Alter und Geschlecht einer untersuchten Person bestimmen sowie mehrere Gesichter in Menschenmengen, bei Zuschauern und in Gruppen erkennen.
Das FRS von Kairos eignet sich hervorragend für Unternehmen, die diese Technologie in ihren Systemen benötigen, aber eine Verletzung von Nutzerrechten befürchten. Mit seinem Bekenntnis zum Schutz der Privatsphäre seiner Kunden verspricht das Unternehmen einen ethischen Ansatz bei der Gesichtserkennung.

Face++
Face++ ist stolz auf sein proprietäres Deep-Learning-Framework. Damit hat das FRS des Unternehmens eine Genauigkeit von etwa 97 % bei der Erkennung von Gesichtsmerkmalen erreicht – selbst wenn Personen Mützen oder Sonnenbrillen tragen. Und dank der Geschwindigkeit, mit der Suchergebnisse erstellt werden, dauert es nur wenige beeindruckende Sekunden, bis ein Treffer aus einer Datenbank mit einer Milliarde Gesichtern angezeigt wird.
Face++ bietet außerdem eine große Bandbreite an Technologien, darunter Tracking, Gesichts-Clustering, Lebenderkennung, Erkennung von Schlüsselpunkten, Schätzung von Gesichtsmerkmalen und mehr. Dank fortschrittlicher tiefer neuronaler Netze kann die Lösung in der Cloud, auf Mobilgeräten und auf Edge-Computing-Plattformen eingesetzt werden. Zu den Branchen, die von dieser Softwaretechnologie profitieren, gehören unter anderem die Automobilindustrie, das Online-Marketing und die Mobiltelefonbranche.

Face First
Face First ist ein schnelles und präzises FRS für Unternehmen, das auf Transparenz und den ethischen Einsatz von KI setzt. Der Schwerpunkt liegt auf der Erkennung von Emotionen, Verhalten, Alter, Stimme und Geschlecht, um Überwachungs- und Sicherheitslösungen bereitzustellen. Diese Lösungen umfassen Zugriffskontrolle und Authentifizierungsprozesse mithilfe biometrischer Verfahren. Dabei verhindert Face First Verluste, Betrug und Spoofing-Angriffe auf Identitäten mithilfe von Echtzeitwarnungen.
Unternehmen können diese Technologie problemlos einsetzen, da API und SDK eine flexible Integration in andere Software und Hardware von Drittanbietern wie Kameras, Terminals und mehr ermöglichen. Face First eignet sich für Einzelhandelsunternehmen, Transportunternehmen und das Veranstaltungsmanagement und gewährleistet gleichzeitig den Schutz von Nutzerrechten und Privatsphäre.
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